Schulberatung an der schulpsychologische Beratungsstelle des Staatlichen Schulamtes in der Stadt Augsburg
Frau M. ruft an wegen ihrer 9-jahrigen Tochter:
Pelin besucht die 3. Klasse der Grundschule. Schon seit der ersten Klasse hat sie Probleme im Schreiben und im Lesen. Frau M. übt jeden Tag mit Pelin extra die Lernwörter, Diktate und liest jeden Abend zwei Seiten mit dem Madchen aus einem Kinderbuch. Pelins Leistungen im Lesen und im Schreiben werden aber nicht besser. Frau M. und auch Pelin sind schon ganz verzweifelt. Wahrscheinlich bekommt sie eine Fünf in Deutsch ins Zeugnis. Die anderen Noten sind Gott sei Dank gut, so dass sie nicht das Jahr wiederholen muss. Frau M. hat gehört, dass es bei manchen Kindern eine „Lese-Rechtschreibschwache“ gibt. Sie fragt nach, was das ist und ob wir Schulpsychologen Pelin helfen können.
Herr und Frau B. fragen nach einem Termin:
Sein Sohn Alex geht jetzt in die 2 Klasse. Die Schulleistungen des Jungen wurden innerhalb der letzten drei Monate immer schlechter. Alex will auch gar nicht mehr gerne in die Schule gehen, jeden Morgen gibt es deswegen Streit zu Hause. Alex hat dann Bauchweh, er will nichts essen und fühlt sich krank. Der Kinderarzt konnte aber keine Krankheit finden. Auf die Fragen der Eltern, was denn los sei, sagt er gar nichts. Auch nachmittags will Alex nicht mehr raus zum Spielen. Herr B. hat auch bemerkt, dass Alex` Freunde ihn nicht mehr besuchen oder anrufen. Die Eltern sind besorgt.
Dies sind zwei typische Probleme, wie sie im Laufe des Schullebens eines Kindes auftreten können:
Alex wird vielleicht von seinen Klassenkameraden ausgeschlossen oder „gemobbt“, er braucht Unterstutzung, um wieder Freunde zu finden und um seine Leistungen zu stabilisieren. In Alex` Klasse werden Beratungslehrkraft, Klassenlehrkraft und Schulpsychologin zusammen einige Trainingseinheiten zumThema „Mobbing“ und „soziales Lernen“ durchführen. Bei Pelin liegt wahrscheinlich eine Lese-Rechtschreibschwache vor, was wir an der schulpsychologischen Beratungsstelle mitverschiedenen psychologischen Testverfahren herausfinden können. Dann zeigen wir Eltern und Kind, welche Möglichkeiten der Forderung es gibt. Wir sprechen bei Bedarf auch mit der Klassenlehrkraft, wie sie Pelin unterstutzen und entlasten kann.
Wir Schulpsychologinnen beraten Sie bei solchen und ähnlichen Schwierigkeiten:
- Lern- und Leistungsschwierigkeiten
- Schullaufbahnentscheidungen und Fragen zum Ubertritt in eine weiterfuhrende Schule (zusammen mit den Beratungslehrkräften)
- akuten Krisen, z.B. plötzlicher Leistungsabfall,
Schulverweigerung, aggressive Übergriffe,
Wir arbeiten zusammen und schaffen hilfreiche Kontakte mit Beratungslehrkräften, Erziehungsberatungsstellen, Ärzten und frei praktizierenden Psychologen, dem Amt für
Kinder, Jugend und Soziales und vielen anderen Partnern.
Wenn Sie Kontakt zur Schulpsycholgischen Beratungsstelle aufnehmen wollen, bitte fragen Sie im Sekretariat der Schule nach unseren Telefonsprechzeiten. Rufen Sie uns doch einfach an!
Sayin veli, Almanca diline hakim degil seniz basvurunuzda Türkce konusabilirsiniz.
Nur an zwei Schulen in Augsburg, nämlich an der Löweneck-Volksschule und an der St-Georg-Volksschule betreuen wir Schulpsychologinnen ein besonderes Projekt: Die Löweneck-Volksschule hat es sich zur Aufgabe gemacht, nicht nur das Lernen der Schuler anzuleiten, sondern auch die umfassende Entwicklung der Kinder zu begleiten. Oft befinden sich Kinder und Jugendliche in schwierigen Lebenssituationen und besondere Hilfsangebote werden nötig. Dazu treffen sich eine Schulpsychologin und die Lehrkräfte der ersten, dritten, fünften und siebten Jahrgangsstufen regelmäßig und besprechen, welche Unterstutzung einzelne Kinder in ihren Klassen brauchen. Natürlich holen wir zuerst Ihre Einwilligung dazu ein. Jeweils am Anfang des Schuljahres werden alle Eltern über das Projekt benachrichtigt. Sie haben natürlich jederzeit das Recht, sich über den aktuellen Stand der Beobachtungen zu informieren. In einem Beobachtungsbogen haben die
Lehrkräfte wichtige Anhaltspunkte notiert:
• Zeigt das Kind in der Schule die Leistungen, zu denen es fähig ist, oder gibt es Probleme,
die die Leistungsfähigkeit des einzelnen Kindes behindern?
• Ist das Kind gut versorgt oder fehlen oft Hausaufgaben, Pausenbrot oder Schulmaterialien?
• Hat das Kind ausreichend Freunde und kann es sich gut in die Klassengemeinschaft integrieren?
• Bestehen Probleme wie Aggression oder auch Ängste und Ruckzugsverhalten, die dem Kind den Schulalltag schwer machen?
• Brauchen Eltern und Kind Unterstützung und Beratung um den Schulalltag meistern zu können?
Im gemeinsamen Team mit den Lehrkräften besprechen wir Schulpsychologinnen diese Themen und suchen nach Lösungsmöglichkeiten. Sollten Unterstutzungsangebote nötig sein, laden wir zuerst immer Sie, die Eltern, zu einem Gespräch ein und besprechen mit Ihnen, welche Hilfsmaßnahmen wir zusammen einleiten können. Wir bieten Ihnen dann Kontakt zu weiteren Fachkräften an, beispielsweise die Jugendsozialarbeiter/ innen an der Schule, Vertreter der Jugendhilfe wie z.B. die Mitarbeiter / innen des Amtes für Kinder, Jugend und Familie oder andere Fachdienste.
Ruth Hembacher-Sezer
Schulpsychologin und Beratungsrektorin
Aufgaben der Schulpsychologen
• unterstützen das Zusammenleben und die Zusammenarbeit in der Schule durch psychologische Erkenntnisse und Methoden
• beraten und helfen bei Lern- und Lehrproblemen,
• wirken mit bei der Fortbildung von Lehrern und Schulleitern und unterstutzen die Weiterentwicklung der Schule.
• Initiieren vorbeugende Maßnahmen für die Verbesserung des Schulklimas und der gesamten Arbeit in der Schule ,
• Schulpsychologische Maßnahmen dienen in erster Linie der Problemklarung (Diagnose), Beratung und Betreuung
• vermitteln, informieren, stützen, fördern
• schaff en Kontakte zu weiteren Fachleuten (z. B. Therapeuten)


